Anis

Süßer Kümmel

Pimpinella anisum L.

Die wohlriechende Pflanze des Anis wird etwa 60 cm hoch. Die Blätter seines Stängels sind unten rundlich gelappt und oben gespalten. Kleine gelblich bis weiße Blüten zeichnen die Pflanze aus. Das Anis-Gewürz wird aus den grünen, getrockneten Samen, den Aniskörnern, gewonnen. Verantwortlich für den typischen Geschmack ist das ätherische Öl Anethol. Wortverwandt, aber dennoch von anderer Herkunft, ist der Sternanis (Illicium verum Hook.fil.).
Sternanis, auch Badian genannt, ist die sternförmige Frucht des bis zu 10 m hohen, immergrünen Magnolienbaums.

Herkunft

Als eines der ältesten Gewürze findet Anis schon in der Bibel Erwähnung. Die Pflanze stammt wahrscheinlich aus dem Vorderen Orient, hat sich aber schon im Altertum rund um das ganze Mittelmeer verbreitet. Hauptanbaugebiete sind heute Spanien, Frankreich, Italien und die Türkei. Das wichtigste Anbaugebiet des Sternanis ist Südostasien.

Geschmack

Das Aroma des Anis ist würzig-süßlich.
Der Geschmack des Sternanis ist ebenfalls süßlich, jedoch etwas strenger als der von Anis. Anisgetränke, Salate, Weihnachtsgebäck, Krapfen- und Eierpfannkuchenteig, Fettgebackenes, süße Milchsuppen und Reisspeisen, Grießbrei, Obstgerichte und eingekochte Marmeladen kann man sehr gut mit Anis würzen. Außerdem ist Anis wichtiger Bestandteil der arabischen und indischen Küche. Grundsätzlich darf alles mit Sternanis gewürzt werden, was auch mit Anis schmeckt - allerdings muss man den Stern rechtzeitig entfernen, da er sonst zu stark würzt.

Heilwirkung

Anis wirkt bei Erkältungskrankheiten schleimlösend, hilft bei Magenbeschwerden und Krämpfen, fördert die Verdauung und bei Schwangeren die Milchsekretion. Sternanis gilt als reizmilderndes Hustenmittel und ist in vielen Bronchitis- und Gallentees enthalten.


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