Kerbel

Korfel-, Suppen-, Küchenkraut

Anthriscus cerefolium (L.) Hoffm.

Das einjährige Doldengewächs hat auf den ersten Blick Ähnlichkeit mit Petersilie. Weshalb er im Mittelalter auch „Petersilie der Reichen“ genannt wurde. Wer aber genauer hinschaut, erkennt den Unterschied an den zierlichen, farnähnlichen, gefederten Blättern. Das leicht süßlich duftende Kerbelkraut wird 25 bis 60 Zentimeter hoch und ist vor der Blüte am aromatischsten.

Herkunft

Der ursprünglich aus Südostrussland stammende Kerbel wird heute hauptsächlich in Holland und den Balkanstaaten angebaut und exportiert. Auf griechisch heißt Kerbel kairephyllon, was so viel bedeutet wie „das Blatt an dem man sich erfreut“. Auch die Römer nutzten schon das feines Aroma von Kerbel zum Aromatisieren von Hühnerfleischgerichten.

Geschmack

Kerbel hat einen feinen, leicht süßlichen, an Anis und Fenchel erinnernden Geschmack. Kerbel wird wie Petersilie verwendet und gehört in der französischen Küche zu der berühmten Kräutermischung, die als „fines herbes“ bezeichnet wird. Kerbel passt in jede Kräutersauce, selbstgemachte Remoulade und Kräuter-Mayonnaise sowie zum Kräuterbukett in allen klassischen Fleischbrühen. Kerbel verfeinert Rühreier, zarte Omeletts, herzhafte Quark- und Joghurtmischungen, Rohkostsalate, Lamm- und Hammelbraten sowie gekochte und gedünstete Fische.

Heilwirkung

Mit Kerbel wurden schon vor Jahrtausenden die Speisen gewürzt - auch zur Heilung von allerlei Krankheiten verwendete man ihn. Er sollte gegen Frühjahrsmüdigkeit, Kreislaufstörungen, Gelbsucht, Appetitmangel, Blasenleiden und vieles andere mehr helfen. Heute wird ihm eine magenstärkende, blutreinigende und harntreibende Wirkung nachgesagt.


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