Kümmel

Wiesenkümmel

Carum Carvi L.

Die ein- bis zweijährige Kümmelpflanze aus der Familie der Doldengewächse wird bis zu 1 m hoch. Ihre lanzettenförmigen Blätter sind gefiedert und erinnern ein wenig an das Grün der Möhre. Aus den in Dolden angeordneten, winzigen Blüten entstehen die etwa 2,5 mm langen braunen Samen. Sobald die Früchte der obersten Dolde reifen, beginnt die Ernte. Die Garben werden getrocknet bis die Samen reif sind und anschließend ausgedroschen.

Herkunft

Bei Ausgrabungen europäischer Pfahlbauten aus der Bronzezeit und auch in den Grabkammern der Pharaonen wurden Speisereste gefunden, die Kümmel enthielten. Das gibt einen Hinweis darauf wie lange der Kümmel als Gewürz schon eine Rolle spielt. Er wächst seit Jahrtausenden in ganz Europa und bis in den Orient hinein. Kümmel wird heute vor allem in Holland, Ostfriesland und Polen angebaut.

Geschmack

Kümmel hat ein warmes, unverwechselbares und etwas bitteres Aroma. Er gibt den Speisen einen aromatischen, derb-würzigen Geschmack. Kümmel würzt hierzulande hauptsächlich Kohlgerichte, deftige Eintöpfe, Suppen und herzhafte Kartoffelgerichte. Kümmel ist zwar ein etwas vorlautes und derbes Gewürz – gehört aber unentbehrlich auch in den Kochsud von Hummer, Langusten und Krebsen. Außerdem gibt er Saucen, Quark und Käse - z.B. Kochkäse - eine pikante Note. Und natürlich ist er ein wichtiges Brotgewürz, was selbstgebackenem Brot und Brötchen das Aroma verleiht. Kümmel ist wegen seines starken Eigenaromas nicht gut mit anderen Gewürzen kombinierbar. Industriell verwendet man Kümmelöl für Branntweine und Kräuterliköre.

Heilwirkung

Medizinisch wirkt Kümmel magen- und darmanregend, appetitfördernd und krampflösend.
Der Kümmel entwickelt beim Kochen eine besonders verdauungsfördernde Wirkung, die schwere Speisen auch für empfindliche Mägen bekömmlich macht.


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