Liebstöckel

Maggikraut, Badekraut

Levisticum officinale K.

Liebstöckel wird bei uns sehr häufig auch „Maggikraut“ genannt, obwohl beides miteinander bis auf den ähnlichen Geruch relativ wenig zu tun hat. Die bis zu 2 m hohe Staude hat dicke, röhrige Stängel, glänzende dreieckige Blätter und hellgelbe Blüten. Zum Würzen verwendet man sowohl die frischen als auch getrockneten Blätter.

Herkunft

Die Römer brachten den Liebstöckel aus Persien nach Europa wo er zunächst nur auf wenig Gegenliebe traf. In Nordeuropa war er dagegen sehr beliebt und breitete sich allmählich auch nach Mitteleuropa aus. Heute wächst das Kraut in ganz Europa.

Geschmack

Liebstöckel zeigt mit seinem Aroma Parallelen zur Maggiwürze auf, ist jedoch in der Flüssigwürze nicht enthalten. Sein Geruch und Geschmack erinnert ein wenig an Sellerie und ist kräftig-würzig, weshalb er früher in jedem Bauerngarten zu finden war. Liebstöckel ist ein Verstärkungsgewürz, was den Charakter von Lebensmitteln betont. Er ist intensiv aber nicht dominant. Liebstöckel eignet sich vor allem zum Würzen von deftigen Gerichten. Sein würziger Geschmack harmoniert mit Eintöpfen, Schmorbraten, Kartoffelsuppe und herzhaften Salaten. Er passt aber auch zu Gemüse, wie Kohlrabi, Blumenkohl und Möhren. Liebstöckel sollte in jedem Gericht mit Zurückhaltung verwendet werden, da er ein intensives Aroma hat. Frische Blätter werden in Quadratzentimetergröße und getrocknete Blätter messerspitzenweise zum Gericht gegeben. Liebstöckel kann mit allen kräftigen Kräutern wie zum Beispiel Majoran, Zwiebeln, Sellerieblättern und Knoblauch kombiniert werden und ist ein ausgezeichneter Salzersatz bei salzarmer Kost.

Heilwirkung

Die Inhaltsstoffe des Liebstöckel machen ihn zu einem wirksamen harntreibenden Mittel. Darüber hinaus hilft er mit seiner Vielzahl an Mineralstoffen bei der Deckung des täglichen Bedarfs.


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