Lorbeerblätter

Suppenblatt

Laurus nobilis L.

Die Lorbeerblätter stammen von dem immergrünen Lorbeerbaum, der je nach Standort eine Höhe von 6 bis 18 m erreicht. Die ledrig zähen, ovalen Blätter werden 5 bis 10 cm lang. Sie sind auf der Blattoberseite olivegrün-glänzend und an der Unterseite mattgrün. Nach der Ernte werden die Blätter im Schatten getrocknet, um die grüne Farbe zu erhalten. Durch das Trocknen reduzieren sich die Bitterstoffe und das typische Aroma tritt hervor.

Herkunft

Der Lorbeerbaum war schon in der Antike Symbol für Ruhm und Weisheit. So wurden Helden, Olympioniken und Staatsmänner mit dem Lorbeerkranz ausgezeichnet. Heute wächst der üppig belaubte Baum im ganzen Mittelmeergebiet wild, wird aber auch in großen Plantagen, z.B. in der Türkei oder Italien, kultiviert. Selbst in Irland und Schottland gedeiht Lorbeer heute.

Geschmack

Frische Lorbeerblätter sind ausgesprochen bitter. Nach dem Trocknen tritt ein typisch würziger, stark aromatischer und leicht bitterer Geschmack in den Vordergrund. Da ihr Aroma nur langsam auf das jeweilige Gericht übergeht, sollten Lorbeerblätter mitgekocht werden oder bei kalten Speisen lange "durchziehen" können. Lorbeerblätter gehören zu großen Braten und allen dunklen Bratensaucen, Ragouts, Gulasch, derben Eintöpfen und deftige Suppen, Wild, Rotkohl und zu deftigen Kartoffelgerichten. Zudem verträgt alles Saure auch Lorbeergeschmack: Fleischbeizen wie zum Sauerbraten, Fleischsülzen und Sülzkoteletts, Fischmarinaden, Sauerkraut, eingelegte Rote Bete, Gurken, Mixed Pickles sowie Bismarkhering und Matjes.

Heilwirkung

Die Blätter des Lorbeer verdanken ihr Aroma den ätherischen Ölen, deren Hauptkomponente Cineol ist. Auch die appetitanregende, magenberuhigende Wirkung geht auf diesen Bestandteil zurück. Des Weiteren wirken Lorbeerblätter schleim- und hustenlösend und leicht bakterienhemmend.


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