Majoran

Wurstkraut, Maiwürzkraut

Origanum majorana L.

Die Majoranpflanze ist ein kleiner, duftender Strauch, der 30 bis 50 cm hoch wird. Majoran ist an der graufilzigen Behaarung und den weiß-lila Blüten leicht zu erkennen. Majoran ist in unseren Breiten ein einjähriges Gewächs, da er den Winter hier nicht übersteht. In den warmen Mittelmeerländern gedeiht er jedoch als ausdauernder Halbstrauch. Es gibt über 30 verschiedene Arten des Majoran. Eine davon ist der wilde Majoran, auch Oregano oder Dost genannt.
Häufig werden die Gattungsnamen des Majoran und des Oregano verwechselt. Majoran wird frisch und getrocknet verwendet; die zum Trocknen bestimmte Ware wird vor der Blüte geerntet.

Herkunft

Zypern und die Südtürkei sind die Ursprungsgebiete des Majorans. Mittlerweile hat er sich vom Mittelmeergebiet bis nach Vorderindien ausgebreitet. Angebaut wird dieses Krautgewürz in Südfrankreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, Italien, Ungarn, Bulgarien, Griechenland, Ägypten, Tunesien, Marokko, Südafrika, Süd- und Südostasien, den USA, Mexiko, Chile und Bolivien. Das Zentrum des deutschen Majorananbaus liegt in Sachsen-Anhalt.

Geschmack

Majoran hat einen herb-pfeffrigen Geschmack, er ist jedoch lieblicher, als sein wilder Verwandter Oregano. Majoran kann in Eintöpfen und Kartoffelgerichten mitgekocht werden und macht Deftiges so leichter verdaulich. Neben Petersilie und Schnittlauch ist Majoran das am meisten verwendete Würzkraut. Es gehört unbedingt in Kartoffelsuppe und -salat, Wurstsalat, zu allen salzigen Käsegerichten, Hackbraten und vor allem zu selbstgemachtem Schmalz, Enten- und Gänsebraten. Majoran würzt außerdem dunkle Pilze, Gurkengemüse, alle Bohnengerichte und Hülsenfruchtspeisen, Kräutermayonnaisen und Kräuterquark. Pastetenfüllungen, Wildsuppen und Wildragouts erhalten durch Majoran die richtige Würze. Majoran wird in vielen Wurstsorten verwendet; besonders die deutsche Blut- und Leberwurst verdankt ihren guten Ruf auch dem würzigen Kraut.

Heilwirkung

Heute noch gilt Majoran als magenstärkendes und krampfstillendes Mittel. Wichtig ist aber auch der antioxidative Effekt seines Öles, welches in Wurstwaren für eine längere Haltbarkeit sorgt.


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